Pendhaa, ich schreibe dir mit schwerem Herzen. Heute wurde unser Lager von einer Art seltsamem umbraanischen Monster überfallen. Ich weiß nicht, mit welcher Magie sie diese Kreatur erschaffen haben, aber sie war wirklich nicht aufzuhalten. Askaari hat wie immer tapfer gekämpft und viele Leben gerettet, darunter auch mein eigenes. Leider wurde er am Ende von dem Biest getötet. Ich weiß, dass seine letzten Gedanken dir galten und er glücklich war, dass du mit der Spähtruppe in Sicherheit warst. Sag mir Bescheid, wenn du jemanden zum Reden brauchst. – Sir Dashi Changa
An die Familie von Askaari Ghalib, mit schwerem Herzen schreibe ich euch. Es ist meine Pflicht, euch mitzuteilen, dass euer Sohn sich das Leben genommen hat. Ich habe erwogen, euch zu sagen, er sei im Kampf gefallen, doch ich hielt Ehrlichkeit für den besten Weg. Eine Lüge würde das Andenken eures Sohnes nur weiter beschmutzen. Es wurde herausgefunden, dass sein Knappe Pendhaa seine Spähtruppe verlassen hatte und auf dem Rückweg ins Lager von einem Wildtier angegriffen wurde. Als Askaari den Leichnam entdeckte, stieß er sich sofort sein Schwert in die Brust. Nur er kennt seine Beweggründe, aber ich vermute, er konnte der Welt nicht ohne den jungen Mann entgegentreten, der ihm so untrennbar geworden war wie ein Schatten. Für beide wurde eine Gedenkfeier abgehalten. Ich hoffe, es tröstet euch ein wenig zu wissen, dass sie gemeinsam durch den Schleier geschickt wurden. – Sir Dashi Changa
An die Familie von Askaari Ghalib, mit schwerem Herzen schreibe ich euch. Es ist meine Pflicht, euch mitzuteilen, dass euer Sohn sich das Leben genommen hat. Ich habe erwogen, euch zu sagen, er sei im Kampf gefallen, doch ich hielt Ehrlichkeit für den besten Weg. Eine Lüge würde das Andenken eures Sohnes nur weiter beschmutzen. Unser Lager wurde von einem Umbraan-Monster überfallen. Fast alle wurden bei dem Überfall getötet, darunter auch Pendhaa, der Knappe eures Sohnes. Als Askaari den Leichnam entdeckte, stieß er sich sofort sein Schwert in die Brust. Nur er kennt seine Beweggründe, aber ich vermute, er konnte der Welt nicht ohne den jungen Mann entgegentreten, der ihm so untrennbar geworden war wie ein Schatten. Für beide wurde eine Gedenkfeier abgehalten. Ich hoffe, es tröstet euch ein wenig zu wissen, dass sie gemeinsam durch den Schleier geschickt wurden. – Sir Dashi Changa
Pendhaa, es tut mir so leid, dich verlassen zu haben – und noch mehr, dich belogen zu haben –, aber ich habe diesen Tag immer und immer wieder durchlebt. Ich sah ständig die Gesichter all derer, die gestorben sind. Vor allem die arme Kapitänin Dashi. Sie hat immer für uns alle gekämpft. Immer für das Richtige. Und ich war nicht da, um sie zu retten. Ich konnte nicht essen. Ich konnte nicht schlafen … also habe ich das Biest gejagt. Es war dumm, ich weiß. Aber ich hatte das Gefühl, keine andere Wahl zu haben. Schließlich habe ich sie gefunden. Ich habe es getötet. Und als es sich verwandelte, war das, was ich fand, kein Monster. Sondern ein Junge. Ein wütender Junge, den die dunkle Magie, die diesen Ort heimsucht, verdorben hat. Als ich das Kind begraben wollte, merkte ich, dass meine Wunden tiefer waren, als ich dachte. Mir ist klar, dass ich diese Nacht nicht überleben werde. Ich wünsche mir nur, dass dich dieser Brief erreicht und du weißt, dass ich dich immer geliebt habe. Ich liebe dich noch immer. Ich werde lächelnd durch den Schleier gehen und an das schöne Leben denken, das wir gemeinsam hatten. Dein Askaari
Pendhaa, es tut mir so leid, dich verlassen zu haben – und noch mehr, dich belogen zu haben –, aber ich habe diesen Tag immer und immer wieder durchlebt. Als du mich in der Nacht, in der das Biest angriff, angefleht hast zu gehen, sah ich nur deinen Blick und wie sehr du gelitten hast. Doch jetzt sehe ich immer wieder die Gesichter all derer, die an jenem Tag gestorben sind, und frage mich, wie viele ich hätte retten können, wenn ich geblieben wäre. Ich konnte nicht essen. Ich konnte nicht schlafen … also habe ich das Biest gejagt. Es war dumm, ich weiß. Aber ich hatte das Gefühl, keine andere Wahl zu haben. Schließlich fand ich das Biest. Ich tötete es. Und als es sich verwandelte, war es kein Monster, das vor mir lag. Sondern ein Junge. Ein wütender Junge, den die dunkle Magie, die diesen Ort heimsucht, verdorben hat. Als ich das Kind begraben wollte, merkte ich, dass meine Wunden tiefer waren, als ich dachte. Mir ist klar, dass ich diese Nacht nicht überleben werde. Ich wünsche mir nur, dass dich dieser Brief erreicht und du weißt, dass ich lächelnd durch den Schleier gehen und an das schöne Leben denken werde, das wir gemeinsam hatten. Dein Askaari